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Phase 3: Wachsamkeitsphase

1. Definition Wachsamkeitsphase

Empirische Studien belegen, dass nichts so bleibt wie es ist. Ein Unternehmen, aber auch Vereine, Personen, Gruppen u. a. sind einem ständigen Wandel ausgesetzt. Eine Organisation kann beispielsweise expandieren oder schrumpfen. Niemals jedoch bleibt das Niveau gleich.

Der Inhaber eines Unternehmens könnte beispielsweise das Ziel verfolgen, nicht größer zu werden. Konkret meint er damit, seine Organisation soll personell so bleiben wie es gerade ist. Die Anzahl der Mitarbeiter soll weder gesteigert noch reduziert werden. Grundsätzlich spricht nichts gegen ein solches Ziel. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass sich durch Inflation die finanzielle Komponente einer Unternehmung verändert.

Um die Fixkosten auch im nächsten Jahr decken zu können, ist vielleicht nur ein Auftrag mehr erforderlich. Diese Situation wiederholt sich jedoch jedes Jahr. in zwei oder drei Jahren sind es vielleicht fünf Aufträge, die benötigt werden, um die Kosten des Unternehmens decken zu können. Daher ist “Gleichbleiben” als Schrumpfen anzusehen.

2. Grafik

Ganz pauschal kann gesagt werden: Immer dann, wenn sich die Ergebnisse einer Unternehmung verringern, was bedeutet, dass der Trend eines Diagramms “waagrecht” verläuft oder leicht abfällt, ist allerhöchste Wachsamkeit gefordert. Wie bereits erwähnt, entwickeln sich Situationen entweder zum Guten oder zum Schlechten, Stillstand gibt es nicht bzw. Stillstand bedeutet, sich einer Verschlechterung anzunähern.

3. Mögliche Ursachen

  • Das Produktions- oder Dienstleistungsprogramm eines Unternehmens wird nicht weiter entwickelt.
  • Die Produkte bzw. Dienstleistungen unterliegen dem gewöhnlichen Lebenszyklus, d. h. nach der Einführung kommt die Wachstumsphase, danach die Sättigung (des Marktes) und schließlich die Degeneration (Abbau). Die Nachfrage nimmt nach und nach ab.
  • Eine weitere Ursache könnte die mangelnde Akquisition potenzieller Kunden sein. Jedes Unternehmen verliert jährlich Kunden. Manche Kunden sterben, andere ziehen weg, wieder andere haben keinen Bedarf mehr oder beanstanden die Qualität. Jedoch der größte Anteil der verlorenen Kunden ist der Meinung, dass es dem Unternehmen egal ist, ob man noch weiter Geschäfte miteinander macht. Die schrumpfende Zahl von Kunden muss auf jeden Fall ausgeglichen werden, besser noch in eine Zunahme umgewandelt werden.

4. Management-Formel

Schritt 1:

Werbung machen und dafür sorgen, dass jeder Mitarbeiter bestmöglich produziert.

Schritt 2:

Ändern der Vorgehensweise.

An dieser Stelle ein sehr treffendes Zitat von Albert Einstein (1879 – 1955): „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert.

Schritt 3:

Sparsam sein, d. h. auf jede nicht unbedingt erforderliche Ausgabe wird verzichtet – auch wenn es schwer fällt.

Schritt 4:

Produktion vorbereiten, damit im Falle von neuen Aufträgen, keine weitere Zeit verloren geht.

Schritt 5:

Disziplin straffen. Konkret Sorge dafür tragen, dass die gesamte Belegschaft psychisch wie physisch startklar ist.

5. Häufige Fehler bei der Umsetzung

  • Es mangelt an Aufträgen, was durch zusätzliche Werbung behoben werden soll. Häufig wird jedoch die Werbung eingestellt, weil aktuell kein Geld für Werbung und/oder Werbeagentur vorhanden ist (siehe auch unter “Spezialwissen – Punkt 4”).
  • Als nächstes wird empfohlen, Änderungen vorzunehmen. So wie das Unternehmen bisher agierte, führte es zum Misserfolg.
  • Um Kosten zu sparen folgt der nächste kapitale Fehler: Unternehmensberater o. Ä. werden, genauso wie die Werbeagentur, nicht mehr beauftragt. Aber vielleicht hätten gerade diese Menschen gute Ideen, wie Änderungen im Unternehmen vorgenommen werden könnten? Diese beiden Fehler sind derart häufig, dass sie schon beinahe vorhergesagt werden können.
  • Es ist immer wieder zu beobachten, dass Führungskräfte ihren Alkohol- und/oder Medikamentenkonsum steigern, damit die aktuelle, schwierige Situation ertragbar wird. Sinnvoll wäre stattdessen, mehr zu schlafen oder sich auszuruhen. Ebenso könnten Überstunden in Maßen der Vorbereitung (Schritt 4) hilfreich sein. Oder in Maßen mehr Energie bzw. Überstunden für die Vorbereitung möglicher Neuaufträge investieren.